Dreharbeiten – Mehr als 20 Jahre Erfahrung mit Drehstromantrieben in Zugmaschinen

Sie hatte anfangs das Image einer launischen Diva: Die überlegene, fast schon spielerische Art in der sie andere mit ihrer Performance beeindruckte, erschien geradezu unheimlich. Sie galt als unbeschreiblich temperamentvoll und heißblütig, aber ihre ungestüme Energie war oftmals nur schwer zu bändigen. Ihr komplexer Charakter bereitete vielen, die mit ihr zu tun hatten, Kopfzerbrechen und schlaflose Nächte.

Doch der erste Eindruck hatte getäuscht: Denn wer sich näher mit ihr beschäftigte, der war schnell von ihren inneren Werten beeindruckt: Der kraftvolle und agile Auftritt verbarg nur allzu leicht, dass sie zugleich auch äußerst sparsam und genügsam ist. Diejenigen, die ihr näher kamen, beschrieben sie zudem als unglaublich sanft und sensibel, ja geradezu einfühlsam.

Die Rede ist hier natürlich nicht von einem exzentrischen Filmstar, sondern von der Drehstromtechnik. Und einer der ersten, die deren volles Potential erkannten, war VOLK. Im Jahre 1995 setzte VOLK als erster deutscher Zugmaschinenhersteller Drehstromantriebe ein. Obwohl andere Hersteller zum Teil auch noch Jahre später am etablierten Gleichstromantrieb festhielten, kann man heute rückblickend sagen, dass mit diesem Schritt der Beginn einer neuen Ära eingeläutet wurde.

AC-Technik rechnet sich – AC-Antriebe sind besonders wartungsarm und langlebig

“Die Vorteile der neuen Technik waren für uns damals so überzeugend, dass wir trotz anfänglicher Rückschläge so lange experimentiert haben, bis wir die komplexe Technik im Griff hatten. Schon kurze Zeit später haben wir dann unsere gesamte Produktpalette auf Drehstrom umgestellt”, erläutert VOLK-Geschäftsführer Lutz Baur seine damalige Entscheidung, auf die neue AC-Technik zu setzen.

Tatsächlich ist die Drehstromtechnik heute aufgrund ihrer vielfältigen Vorteile aus Industrie- und Flughafenfahrzeugen nicht mehr wegzudenken: Drehstrommotoren sind praktisch wartungsfrei, da die Stromübertragung hier nicht mechanisch über Kohlebürsten erfolgt, sondern elektromagnetisch und folglich kontaktlos. Auch der Fahrtrichtungswechsel erfolgt elektronisch, so dass keine Richtungsschütze erforderlich sind. Der Austausch abgenutzter Kohlebürsten und Schütze entfällt daher.

Da sich Drehstrommotoren wesentlich präziser regeln lassen, ermöglichen sie ein besonders feinfühliges Fahren. Auch Fahrtrichtungswechsel lassen sich weicher realisieren als bei herkömmlichen Gleichstrommotoren. Dies ist besonders wichtig, da die Einsatzbedingungen bei innerbetrieblichen Transportaufgaben häufig präzises Rangieren auf engstem Raum erfordern.

 

Das neue Flaggschiff ZAPI ACE 5 mit einer maximalen Leistung von 1.000 Ampere – Im Jahr 2009 war VOLK der erste Zugmaschinenhersteller weltweit, der die ACE 5 in einem Serienfahrzeug einsetzte

Trotz der großen Feinfühligkeit, die jedem sofort auffällt, der erstmals ein AC-Fahrzeug fährt, sind Drehstromantriebe insgesamt leistungsfähiger und agiler als Gleichstromantriebe. Sie verfügen über eine günstigere Drehmomentcharakteristik mit einem nahezu konstanten Drehmoment über ein breites Drehzahlband und einem vergleichsweise geringen Drehmomentabfall bei hohen Drehzahlen. Dadurch können höhere Fahrgeschwindigkeiten und dynamischere Beschleunigungsvorgänge realisiert werden.

 

Echte Diven verschweigen oft ihr wahres Alter, doch im Falle der AC-Technik ist das anders. Denn nach über 20 Jahren verfügen wir heute über mehrere Millionen Betriebsstunden Erfahrung mit Drehstromantrieben. Dieses einzigartige Wissen fließt täglich aufs Neue in die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Produkte ein. Nicht ohne Grund waren wir daher im Jahr 2009 der erste Zugmaschinenhersteller weltweit, der die neue ZAPI ACE 5-Fahrsteuerung für bis zu 1.000 Ampère Maximalstrom verbaute und damit in völlig neue Leistungsdimensionen vordrang.

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