efleet – VOLK untersucht zusammen mit dem Flughafen Stuttgart den Einsatz von umweltfreundlichen Elektroantrieben in der Gepäck- und Cargoabfertigung

Im Rahmen des auf drei Jahre angelegten Forschungsprojektes „efleet“  untersuchte VOLK zusammen mit den Projektpartnern Flughafen Stuttgart und Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) den Einsatz batterie-elektrisch angetriebener zur Gepäck- und Cargo-Zugmaschinen auf Flughäfen. Das Projekt, in dem neben den beiden Zugmaschinen von VOLK auch ein elektrisch angetriebener Passagierbus und ein elektrischer Push-Back-Schlepper weiterer Hersteller zum Einsatz kamen, endete am 30.06.2016. Es war Teil der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderten baden-württembergischen Initiative „Living Lab BW e-mobil“, eines von bundesweit vier Förderprogrammen im „Schaufenster Elektromobilität“.

Neben den beiden VOLK-Zugmaschinen wurden im Rahmen des efleet-Projektes auch weitere batterie-elektrische Fahrzeuge eingesetzt

Im Rahmen des Projektes entwickelte im VOLK zwei Zugmaschinen mit umweltfreundlichem Elektroantrieb, die speziell auf die Anforderungen der Vorfeldabfertigung zugeschnitten sind: Der VOLK EFZ 30 NT Ultra Long Range (ULR) ist ein Gepäckschlepper, der für lange Fahrstrecken ausgelegt ist. Er verfügt über eine Batteriekapazität von 80 V/1.395 Ah. Der VOLK EFZ 80 N ist ein elektrisch angetriebener Frachtschlepper. Mit einer maximalen Antriebsleistung von 70 kW, einer gewaltigen Batteriekapazität von bis zu 80 V/1.550 Ah und einem Eigengewicht von rund 9 Tonnen ist er optimal für die harten Anforderungen im Cargo-Geschäft gerüstet.

Das Ziel des Projektes war eine emissionsfreie Vorfeldabfertigung durch den Einsatz batterie-elektrischer Fahrzeuge

Beide Zugmaschinen wurden über einen Zeitraum von 28 Monaten im regulären Vorfeldbetrieb des Flughafen Stuttgart eingesetzt. Dabei wurden zum Beispiel die spezifischen Fahrprofile und der jeweilige Energieverbrauch erfasst. Daneben wurden die Kosten für Wartung- und Unterhalt systematisch erhoben und mit der Dieselreferenz verglichen. „Unsere Aufgabe war es, herauszufinden, wie sich die batterie- gegenüber den dieselbetriebenen Fahrzeugen im Alltagseinsatz schlagen“, fasst DLR-Wissenschaftler Gerhard Schuller vom Institut für Technische Thermodynamik, der das Projekt betreute, zusammen. „Wir haben systematisch ausgewertet, welche Anforderungen die Vorfeldfahrzeuge während des Flughafenbetriebs erfüllen müssen und inwieweit dies mit Batteriebetrieb möglich ist.“

Ein starkes Team: VOLK EFZ 80 N und VOLK EFZ 30 NT Ultra Long Range (ULR) auf dem Flughafen Stuttgart

Die dabei erzielten Ergebnisse waren sehr positiv: Die beiden batteriebetriebenen VOLK-Zugmaschinen haben im Alltagsbetrieb einwandfrei funktioniert und die Anforderungen in jeder Hinsicht voll erfüllt. In der Gepäckabfertigung wurden im regulären Einsatz Reichweiten von bis zu 120 Kilometern erreicht. Der VOLK EFZ 30 NT ULR konnte damit selbst an Spitzentagen, wie z.B. dem Beginn der Osterferien, ohne jede Einschränkung und ohne Zwischenladung eingesetzt werden. Das Fahrzeug stellt somit einen vollwertigen Ersatz für die Hybrid-Zugmaschinen dar, die der Flughafen Stuttgart in der Vergangenheit zur Gepäckabfertigung verwendete. Auch der VOLK EFZ 80 N war den Aufgaben im Cargogeschäft in jeder Hinsicht gewachsen. Eine interessante Beobachtung war in diesem Zusammenhang, dass die batteriebetriebenen Fahrzeuge bei den Fahrern oft beliebter waren als die Zugmaschinen mit konventionellem Dieselantrieb.

Der Flughafen Stuttgart hat daher beschlossen, den Gepäcktransport auf dem Flughafenvorfeld bereits im Jahr 2017 komplett auf Elektrofahrzeuge von VOLK umzustellen. Bis zum Sommer 2017 werden dort nicht weniger als 18 VOLK-Zugmaschinen des Typs EFZ 30 NT ULR im Einsatz sein. Hinzu kommen 10 weitere Elektro-Zugmaschinen des Drittabfertigers Losch, der ebenfalls auf VOLK-Zugmaschinen setzt.

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